4. Aldekerker Adventsmarkt:
Wieder für alle ein Erfolg!
Viel Glück mit dem Wetter hatten die Organisatoren, die beteiligten Vereine und die zahlreichen Gäste beim Aldekerker Adventsmarkt am 29.11.2025. Und auch sonst war die Stimmung bestens, das war schon am frühen Morgen beim Aufbau zu spüren. Wenn auch einige anstrengende Arbeitsstunden vor uns lagen, so war doch die Vorfreude deutlich spürbar. Wieder einmal wurde es ein wunderbarer Tag mit vielen schönen Begegnungen, herzhaftem Gelächter, manch einem lohnenden Einkauf, leckerem Essen und warmen Getränken.
Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm bot beste Unterhaltung, und bei der zweiten Runde war die Nachfrage bei der Taschenversteigerung nicht zu toppen. Am nächsten Morgen wurde der Kirchplatz gefegt und alle waren sich einig: Es war wieder richtig schön!
Jetzt werden die Vereine in den nächsten Tagen Kassensturz machen und ihre Reingewinne auf das Adventsmarktkonto überweisen. Sicherlich wird es wieder ein stattliches Sümmchen für jede beteiligte Gruppe aus dem Topf geben, aber das ist nicht das Wichtigste. Wir alle profitieren, weil wir es als Gemeinschaft wieder geschafft haben, in unserem Dorf einen wunderschönen Adventsmarkt zu veranstalten.
Irmgrid Bappert
Johannes Louven hat in seiner Eröffnungsrede eindrucksvoll auf den Punkt gebracht,
was Gemeinschaft und Heimat für uns bedeuten.
Liebe Aldekerkerinnen und Aldekerker, liebe Gäste, liebe Vertreterinnen und Vertreter unserer Vereine,
ich heiße Sie und euch alle ganz herzlich willkommen zur vierten Auflage unseres Adventsmarktes. Es ist ein besonderes Gefühl, wieder hier zusammenzukommen – mitten im Herzen unseres Dorfes, am Anfang der Adventszeit und mitten in einer Gemeinschaft, die zeigt, was möglich ist, wenn viele gemeinsam anpacken.
Zunächst möchte ich eines sagen, das mir sehr wichtig ist: Danke.
Danke an alle Gäste, die heute hier sind und diesen Markt zu einem lebendigen Treffpunkt machen.
Danke an alle, die seit Wochen ehrenamtlich planen, aufbauen und organisieren.
Und ein besonders großer Dank an die 23 Vereine, die heute hier stehen – mit ihren Mitgliedern und Helfern, die ihre Zeit, Kraft und Begeisterung einbringen.
WIR & Heimat – und die Verantwortung des Einzelnen
Wenn man unseren Adventsmarkt beschreiben möchte, reichen zwei Worte: WIR und Heimat.
Das WIR steht für Zusammenhalt, für ein Miteinander, das größer ist als der einzelne Verein oder die einzelne Aufgabe. Und genau dieses WIR wollten wir vor vier Jahren stärken:
Wir wollten die Vereine näher zusammenbringen, eine Plattform schaffen, um sich zu präsentieren, Mitglieder zu gewinnen und Einnahmen für die wertvolle Vereinsarbeit zu erzielen.
Doch damit verbunden ist etwas, das manchmal leise ist, aber unglaublich wichtig:
Jeder einzelne Mensch trägt Verantwortung für das, was Heimat ist – ob er sich engagiert oder nicht.
Heimat passiert nicht einfach.
Heimat entsteht, wenn Menschen handeln.
Wenn Menschen Zeit schenken.
Wenn Menschen sagen: „Ich mache mit.“
Und selbst wer sich (noch) nicht aktiv engagiert, trägt trotzdem Verantwortung, denn Heimat ist immer ein gemeinsamer Raum, den wir miteinander gestalten – oder eben vernachlässigen. Die Frage ist nie: Habe ich Verantwortung?
Sondern: Wie gehe ich mit ihr um?
Ein Markt, der uns verändert hat
In einer Vorbereitungssitzung sagte jemand:
„Wir sind durch den Adventsmarkt auch außerhalb des Marktes näher zusammengerückt.“
Das ist kein Zufall.
Wenn Menschen gemeinsam an einem Ziel arbeiten, wenn sie füreinander einspringen, sich unterstützen und vertrauen – dann wächst etwas, das weit über ein Event hinausgeht. Dann wächst Gemeinschaft.
Und in Aldekerk gilt:
Wir haben bewiesen, dass auch ein kleines Dorf Großes schaffen kann.
Wir haben gezeigt, dass hier etwas los ist.
Und mit diesem vierten Adventsmarkt darf man inzwischen wirklich von einer Tradition sprechen.
Gemeinschaft heißt teilen – Erfolg, Verantwortung, Erlös
Was unseren Adventsmarkt besonders macht, ist der Grundgedanke des Teilens:
Alle Gewinne fließen in einen gemeinsamen Topf und werden fair unter allen Vereinen aufgeteilt.
Keiner arbeitet nur für sich.
Jeder arbeitet für die Gemeinschaft.
Und am Ende profitiert jeder gleichermaßen.
Oder – wie wir es scherzhaft sagen:
„Jeder Glühwein ist ein guter Glühwein.“
Denn jeder Euro bleibt bei uns, in der Vereinsarbeit, in den Angeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – im Kreislauf unserer großen Dorfgemeinschaft.
Die Gegenfrage: Was, wenn wir es nicht tun?
Um den Wert von alledem zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die andere Seite:
Was passiert, wenn wir es nicht tun?
Wenn wir uns nicht engagieren?
Wenn wir Verantwortung nicht annehmen?
Wenn wir sagen: „Sollen die anderen doch machen?“
Dann wird Heimat leiser.
Dann werden Vereine schwächer.
Dann verschwinden Traditionen.
Und am Ende verschwindet der Puls eines Dorfes.
Gemeinschaft stirbt nicht durch Streit.
Gemeinschaft stirbt durch Gleichgültigkeit.
Damit genau das nicht passiert, braucht es uns alle – nicht nur die Vereine, nicht nur die Organisatoren, sondern jeden Einzelnen:
Mit seiner Zeit, seinem Beitrag, seinem Besuch, seinem Interesse, seinem Mut – auch mal einfach den ersten Schritt zu machen.
Was eine Gemeinschaft lebendig hält
Damit eine Idee wie unser Adventsmarkt Zukunft hat, braucht es drei Dinge:
Menschen, die Verantwortung übernehmen, auch wenn es unbequem ist.
Offene Arme, die andere willkommen heißen, statt abzuschrecken.
Den Glauben daran, dass kleine Schritte große Wirkung haben.
Der Heimatverein ist ein wunderbares Beispiel dafür:
Er hat damals die e.V.-Basis angeboten, durch die die Idee des gemeinsamen Adventsmarktes überhaupt erst möglich wurde.
Ein kleiner Schritt – mit großer Wirkung.
Genau so funktioniert Gemeinschaft.
Schlusswort
Zum Schluss möchte ich uns allen etwas mitgeben:
Heimat ist das, was wir aus ihr machen.
Sie lebt durch unser Miteinander, unser Anpacken und unser Füreinander.
Und jeder, wirklich jeder, trägt seinen Teil dazu bei – bewusst oder unbewusst.
Heute aber tun wir es bewusst:
Wir feiern das WIR.
Wir feiern unsere Gemeinschaft.
Und wir feiern das, was wir gemeinsam geschaffen haben.
Ich wünsche Ihnen und euch einen wunderschönen Adventsmarkt, viele gute Begegnungen und eine unvergessliche Zeit.
Vielen Dank – und eine schöne Adventszeit!
Johannes Louven